Der Hartmannsdorfer Heimatverein

Der Heimatverein ist im Vergleich zu vielen anderen Vereinen unseres Dorfes ein noch recht junger Verein.

Es wird die Geschichte erzählt, dass 1991 der ehemalige Bürgermeister Fritz Peter Weigert sowie Herr Güldner bei vielen Personen im Dorf an der Tür geklingelt haben, mitteilten, dass ein Heimatverein gegründet werden soll und die Leute wurden gebeten, doch bei diesem Verein mitzuarbeiten. Die Vorgehensweise war erfolgreich.

Der erste Vorsitzende des Vereins war Herr Dr. Rolf Schlimper, ein weiteres Mitglied im ersten Vorstand war Frau Käte Ranft, Edeltraud Stiegler ist seit der Gründung Mitglied der Revisionskommission. Die beiden Letztgenannten unterstützen noch heute unsere Arbeit und sind damit die „am längsten gedienten Mitglieder“.

Die Mitgliederzahl wuchs rasch an auf ca. 40 Personen. Es wurde eine Menge an geschichtlichen Daten und Fakten aufgespürt, recherchiert, nachgeforscht, unzählige Gespräche mit den Bürgern des Ortes wurden geführt, Fotos gemacht. Chroniken wurden ausgewertet und sonstige Quellen erschlossen. Erstes Ergebnis dieser intensiven Arbeit war das Erscheinen des Buches „Unser Hartmannsdorf“ im Jahr 1994, welches sehr großen Anklang in der Bevölkerung fand.

Neben der Durchführung regelmäßiger Vereinsabende mit Vorträgen zu ortsgeschichtlichen Themen oder auch Themen von allgemeinem Interesse wurden jährliche geschichtliche Exkursionen in die nähere Umgebung oder auch ins Erzgebirge durchgeführt.

Die Mitglieder des Heimatvereins waren immer an der Organisation und Durchführung von Ortsfesten, wie Brauereifest, Weihnachtsmarkt, beteiligt, ganz besonders seien noch die Erstellung der Konzeption und die Mitwirkung beim Umzug 1996 zur 650-Jahrfeier Hartmannsdorf erwähnt.

Der enorme Zuwachs an Wissen und Material ermöglichte es, 2002 eine erweiterte Neuauflage vom Buch „Unser Hartmannsdorf“ aufzulegen, welches ebenfalls wieder große Aufmerksamkeit fand.

Leider verstarb im Jahr 2002 der Vorsitzende Dr. Schlimper, der sich große Verdienste im Verein erworben hat.

Die Führung des Vereins übernahm dann Gert Junghans, der bereits zuvor stellvertretender Vorsitzender gewesen war.

Im Jahre 2006 konnte unsere erste Heimatstube in der Schulstraße 20a eröffnet werden, die von allen Vereinsmitgliedern mit viel Liebe und Enthusiasmus eingerichtet und betreut wurde. Aufgrund der notwendigen Erweiterung des Hortes musste ein Umzug erfolgen, der zugleich die Chance auf eine größere Ausstellungsfläche bot, und am 23.11.2013 erfolgte die Eröffnung des Museums in der Carl-Kirchhof-Straße 27, das regelmäßig einmal im Monat geöffnet hat. Dabei hatten Gert Junghans aber auch seine Frau Christine maßgeblichen Anteil an der Gestaltung und Betreuung des Museums, Gert Junghans hat darüber hinaus eine sehr große Anzahl an Vorträgen anlässlich der Vereinsabende gehalten und sich in der Gemeinde stark eingebracht und wir können seinen Einsatz für unseren Verein aber auch für unseren Ort nur als herausragend bezeichnen. Ihm und seiner Frau gilt großer Dank, leider konnte Familie Junghans der Einladung zu unserem heutigen Fest nicht folgen, was sehr bedauerlich ist.

Im Jahre 2018  wurde die Vereinsführung in die Hände von Kristin Kluge gegeben.

Übergabe des Vereins von Gert Junghanns 2018 an die neue Vereinsvorsitzende Kristin Kluge

Aktuell stehen neue Herausforderungen an. Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten. Das gibt uns für Recherchen einen weiteren Spielraum, auf sehr viele Archive kann digital zugegriffen werden, die Bürger des Ortes sind durch unzählige Gespräche sensibilisiert und stellen aktuell viele ihrer alten Dokumente zur Verfügung zum Einscannen und für die Verwendung in unserem Museum. Dabei hilft uns die erstmals im Museum nun vorhandene Technik.

Unser Museum soll in der kommenden Zeit etwas umgestaltet und mit neuen Ausstellungsstücken, die wir von Firmen und Bürgern des Dorfes bekommen haben, versehen werden.

Erfreulich ist, das vermehrt “jüngere Leute” sich wieder für unsere Heimat und damit auch den Heimatverein interessieren und wir so aktuell einige neue Mitglieder gewinnen konnten, damit die nächste Generation sich um den Fortbestand des Vereins und des Museums kümmern kann. Wir freuen uns natürlich über weitere Interessenten, die uns mit Rat und Tat oder auch mit anderen Talenten unterstützen.

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